Hab gestern mal mit meinem Mann gesprochen – scheint ganz nett zu sein!

Natürlich ist das nicht ganz ernst gemeint. Aber mal Spaß bei Seite. Wer kennt das nicht. Irgendwann bist du einfach nur noch am Funktionieren. Mit jedem morgendlichen Weckerklingeln beginnt der immer selbe Tagesablauf. Bei mir war es lange Zeit aufstehen, Kinder wecken und anziehen, Frühstück herrichten und Pausenbrote packen. Zwischendrin ein Abschiedskuss für meinen Mann. Der verschwand dann täglich für 10 bis 14 Stunden aus meinem Leben. Kurz danach verschwinden Kind Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 in die Schule. Dem letzten Türenschlagen folgt ein kurzer Moment Stille. Dann geht es im Eiltempo weiter. Ab ins Bad, Betten machen, Frühstücksreste beseitigen und dann ab zum nächsten Halbtagsjob. Einkaufen und ab nach Hause. Schnell was kochen, Hausaufgaben, Kinder zum Sport oder zu Freunden bringen. Wäsche waschen, putzen und Abendbrot herrichten. Der Mann kommt heim. Schnell gemeinsam Essen, Kinder ins Bett bringen. Der Mann macht noch Büroarbeit. Dann fallen wir beide geschafft aufs Sofa. …und schlafen ein.

Irgendwann haben wir uns beide gefragt, ob das schon alles war.

Gelebter Mittelstand. Haus gebaut, schickes Auto vor der Garage und ab und zu ans Meer oder in die Berge fahren. Der Preis dafür war hoch. Und doch kaum wahrnehmbar. Schleichend wie dichter Nebel, der wabernd und wuchernd alles unter sich bedeckt, bis nichts mehr übrig bleibt außer Tristesse, setzt sich der Alltag auf deine Träume, deine Liebe und dein Leben. Du erstickst langsam und lautlos in den Tiefen der Gewohnheit. Vermutlich ist das der Zeitpunkt an dem so viele Partnerschaften krachend auseinanderfallen oder auch nur aufgeben, um lebenslänglich in Paralleluniversen nebeneinander her zu siechen.

Du spürst mit jeder Faser, dass dich dieses Leben niemals glücklich machen wird.

Und doch wehren wir uns vehement gegen Veränderungen. Es könnte ja auch schlimmer sein. Nicht wahr? Dabei übersehen wir allzu gerne das Glück nicht durch Besitzstandswahrung entsteht, sondern beim Durchbrechen der Komfortzone. Ich danke dem Schicksal heute noch für die vielen Lebensprüfungen, über die ich geflucht, geweint und gewettert habe. Heute bin ich mir sicher, ohne diese wäre ich den Schritt in mein heutiges Leben nicht gegangen.

Es braucht immer auch etwas Mut, das Vertraute loszulassen und Neues in sein Leben aufzunehmen. Aber es lohnt sich so sehr!

Wenn du mir gestattest, dir einen Rat zu geben. Achte in Zukunft auf die Chancen und Möglichkeiten, die an deinem Wegesrand winken. Zögere nicht und ergreife sie. Probier dich aus und entscheide dann, ob es auch eine gute Möglichkeit für dich ist. Solange du alles durch den Nebel deines Alltags betrachtest, wird auch die schönste Blume nur ein grauer Schleier auf deinem Weg der Gewohnheit sein.

Unsere Kinder sind inzwischen erwachsen und aus dem Haus. Wir sind jetzt über 30 Jahre verheiratet und glücklich. Nicht weil wir zusammen in einem schönen Haus mit einem schicken Auto vor der Garage leben, sondern weil wir so viel mehr Zeit für uns haben. Und genug Geld, um diese Zeit so zu gestalten, wie wir es in diesem Augenblick möchten. Es gibt sie, die perfekte Work-Life-Balance. Die Frage ist nur, ob du schon bereit dafür bist.

Auf ein Leben voller Magie!

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